Autor: Styria Mobile

Erste Probefahrten auf den Neubaustrecken nach Reininghaus & zur Smart City

Am Abend des 20.10.2021 fand die erste Probefahrt zu den neuen Straßenbahnendstationen im Grazer Westen statt. – Bei dieser Fahrt mit Triebwagen 603 wurden neben der Kontrolle der Oberleitung auch Streustrommessungen durchgeführt. Dabei wurden einige Streckenabschnitte mehrmals befahren.
Während die Fahrt nach Reininghaus ohne Komplikationen verlief, blockierte ein geparkter Lieferwagen bei der Rückfahrt von der Smart City die Gleise in der Waagner-Biro-Straße und musste entfernt werden.


Zwei Tage später gab es eine weitere Probefahrt auf beiden Strecken mit Variobahn 226. – Abermals war die Strecke von einem Lieferwagen mit Anhänger blockiert. – Zuerst wurde daher die Rückfahrt mit Heck voraus am Gegengleis bis zur Asperngasse geführt. – Da der Lieferwagen jedoch in der Zwischenzeit die Gleise verlassen hatte, entschloss man sich dazu doch noch die komplette Strecke zu befahren.

Am Morgen des 28.10.2021 fand die erste Probefahrt bei Tag statt.
Variobahn 241 war zuvor und danach mit dem Oberfahrmeister und einem „Lehrling“ als Fahrschule unterwegs. Die Bilder zeigen, dass die neuen Strecken auch durchwegs tageslichttauglich sind.  

Alle Bilder sind chronologisch gereiht. – Danke an die Bildspender!

10 Jahre Stadler GTW bei der GKB

Vor zehn Jahren kamen die ersten Stadler-GTW der Baureihe 5063 für die GKB – Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH bei uns in der Steiermark an. – 5063 002 und 003 trafen am Abend des 21.08.2010 in Graz ein, während 5063 001 noch an der Westbahn zu Testfahrten verweilte. Am 23. und 24. August fanden dann die ersten Testfahrten nach Köflach bzw. Wies-Eibiswald statt. Nach anfänglichen Zulassungsschwierigkeiten sind die Fahrzeuge nunmehr zum Rückgrat des weststeirischen Mobilitätsunternehmens geworden.


Startschuß für Abschnitt West der S7 soll bald erfolgen.

Die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung der S7 „Fürstenfelder Schnellstraße“ sind größtenteils abgeschlossen. Der Baustart soll unmittelbar nach Vorliegen einer positiven Entscheidung zur Revision zweier Wasserrechtsbescheide, die von einer Bürgerinitiative beim Verwaltungsgerichtshof 2014 eingebracht worden war, erfolgen. Die Errichtung einer Baustraße für den Baustellenverkehr, der für eine Entlastung der umliegenden Gemeinden sorgen soll, wurde bereits ausgeschrieben und soll nach der gerichtlichen Entscheidung umgehend als erster Schritt starten.

Mehr als zehn Jahre dauert nun schon der Widerstand der Bürger gegen die geplante Autobahn, auch der Wachtelkönig, der scheinbar erfolgreich die Errichtung einer Schnellstraße im Ennstal verhindert hat, wurde von den Gegnern dort ins Spiel gebracht. Waren trotzdem alle Bemühungen vergeblich? Die Gerichte sind am Zug und wie bei vielen Großprojekten sind solche Verfahren meist sehr langwierig und bedeuten für den Projektwerber meist große Verzögerungen, mit denen auch für den Staat und in weiterer Folge dem Steuerzahler weitere Unkosten entstehen können.  
Fast 500 Mio Euro sollen nun in den Bau des Westabschnittes der S 7 fließen, der ausgehend von der A2 bei Riegersdorf bis ins burgenländische Dobersdorf führen soll. Der zweite Abschnitt „Ost“ soll mit 144 Mio € zu Buche stehen und dann weiter bis zur ungarischen Staatsgrenze führen.

In erster Linie wird die Entlastung der Gemeinden entlang der B 65 / 319 von den Befürwortern ins Spiel gebracht, aber auch wirtschaftliche Vorteile sollen für die Region durch den Bau der Schnellstraße entstehen. Großwilfersdorf ist sicher die am stärksten belastete Gemeinde entlang der derzeitigen Transit-Route, die einerseits den österreichischen Süden mit Ungarn verbindet und andererseits für die Anbindung der großen Thermen in der Region an das übergeordnete Straßennetz sorgt.

Öffentlicher Verkehr ist scheinbar keine attraktive Alternative, weswegen der Berufsverkehr auch einen großen Anteil am Gesamtverkehr darstellt. 
Die Thermenbahn verläuft zwar direkt durch die Region, allerdings nicht einmal mit einem echten Zwei-Stunden-Takt, der zwischendurch ordentliche Lücken aufweist. Attraktiver Bahnverkehr sieht leider anders aus.

Nachfolgend einige Impressionen vom 12. April 2017, die den Abschnitt West vor Baubeginn zeigen.

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AKTUELL(21.04.2017) wurde der Wasserrechtsbescheid vom Verwaltungsgerichtshof doch gekippt, wodurch nun ein neuer beantragt werden muss. Siehe Artikel auf orf.at.

Das Warten auf die Entlastung der Ortszentren ist somit einmal mehr prolongiert.

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Weiterführende Links: 
S 7 Lageplan Abschnitt West | THREAD im Forum… | ASFINAG… | Bürgeraktiv…