Aufsteirern 2022

Am heutigen Sonntag fand nach zweijähriger Pause wieder das „Aufsteirern“ statt. Wie gewohnt war die Innenstadt gesperrt und der Straßenbahnverkehr im Osten wurde mit einem neuen Linienkonzept geführt. Es verkehrten die Linien
1/5 Mariatrost – Puntigam (intern Nr. 15)
3/5 Krenngasse – Puntigam (13)
6/4 St. Peter – Liebenau und (17)
4/7 LKH Med Uni – Liebenau (18)
Das Linienkonzept funktionierte grundsätzlich einwandfrei, bis auf die Tatsache, dass alle Linien 3 Minuten Stehzeit am Jakominiplatz hatten, wodurch es immer wieder zu Staus kam. Die Beschilderung der Fahrzeuge war durchwegs in Ordnung, wenn man vom Fragezeichen bei Liebenau absieht, denn die Variobahnen wussten offenbar mit dem S-Bahn Symbol nichts anzufangen. Einige Anzeigen beharrten auch stur auf der internen Liniennummer, was für etwas Verwirrung sorgte. Die Linie 1/5 sollte laut GrazMobil und Busbahnbim ausgehend von Puntigam bis zum Finanzamt fälschlicherweise nach Wetzelsdorf fahren. – Dies zeigten auch die beiden auf dieser Linie eingesetzten Altwagen nach dem Fahrzielwechsel in Puntigam an, ehe es manuell korrigiert werden musste. Alles in allem verlief der Nachmittag ohne größere Probleme, obwohl zwischendurch auch noch Einschubstraßenbahnen zwischen Stadion und Jakominiplatz geführt wurden. Zwei Wagen vor Anpfiff und sechs nach Spielende, wovon wiederum 4 am Steirerhof und zwei am Radetzkyspitz wendeten. Die halbierten Intervalle nach Liebenau und Puntigam waren sehr wichtig, denn trotz des kurzen Intervalls waren alle Züge sehr gut gefüllt.
Anbei ein Pottpourri mit nicht alltäglichen Bildern. 😉

50 Jahre Tramway Museum Graz

Im Jahr 1971 wurde der Verein „Tramway Museum Graz“ von Baurat hc. DI Erwin Franz gegründet.

Pandemiebedingt konnte das Jubiläumsfest im vergangenen Jahr nicht abgehalten werden und wurde auf diesen Herbst verschoben, wo es am vergangenen Samstag nun endlich stattfinden konnte.
Der renovierte und zum Großteil mit neuen (gebrauchten) Gleisanlagen versehene Vorplatz wurde gerade rechtzeitig fertig und so ergab sich eine bunte Mischung aus Ehrengästen, Straßenbahnfans und Interessierten, die den 50er mitfeierten. – Die meisten reisten mit den Oldtimerfahrzeugen, die im 20 Minuten Takt zwischen Jakominiplatz und Mariatrost unterwegs waren an, wodurch die Nostalgie schon bei der Anreise spürbar war.

Das ursprüngliche Ziel des Vereins war die Erhaltung von Straßenbahnfahrzeugen, die in Graz im Einsatz waren oder in der Grazer Waggonfabrik Johann Weitzer gebaut wurden. – So fanden sich in den ersten 25 Jahren sehr viele Exponate in der damals recht internationalen Sammlung, die sehr exotisch für Graz waren und teilweise auch andere Spurweiten aufwiesen.
Ende der 1990er Jahre spitze sich das Platzproblem auch durch die Übernahme des ersten Gelenktriebwagens aus Wuppertal ziemlich zu. – In Folge entschied man sich, Fahrzeuge aus anderen Städten abzugeben, um dem gesteigerten Platzbedarf für jene Fahrzeuge, die in Graz im Linienverkehr unterwegs waren, der auch durch die Übernahme von weiteren Fahrzeugen (206, 222*, 251, 252*, 308B*, 319B, 350B, 267, 293 und 530) immer ein großes Problem darstellte, Rechnung zu tragen.
So gelangten einige Fahrzeuge wieder in ihre jeweilige Heimat und konnten einer weiteren Erhaltung zugeführt werden und für die vom Grazer Straßenbahnbetrieb ausgemusterten bzw. zurückgeholten Grazer Fahrzeuge stand genügend Platz zur Verfügung.

Der jetzige Standort des TMG in Mariatrost wurde Anfang der 1990er Jahre bezogen, während zuvor nur die ehemalige Remise II für einen kleinen Teil der Sammlung zur Verfügung stand und viele Wagen immer wieder für lange Zeit im Freien abgestellt werden mussten. Derzeit ist die Situation durch den Zubau der Flugdächer zur linken und rechten der Remisenhalle in Mariatrost und auch durch die Mitnutzung der ehemaligen Werkstättenhalle in der Remise I (Steyrergasse) Gott sei Dank relativ entspannt, wobei letztere bei einem Verkauf des Grundstücks durch die Holding Graz nicht dauerhaft zur Verfügung stehen wird.
Leider steht diese wunderschöne Halle, die durch Steyrergasse, Anzengrubergasse und Brockmanngasse begrenzt ist, nicht unter Denkmalschutz, wodurch sie möglicherweise mittelfristig der Abrißbirne zum Opfer fallen könnte. – Dies wäre eine Katastrophe für den Verein, der zum größten Teil von ehrenamtlichen Mitgliedern getragen wird. Hier wäre vor allem die Stadt Graz gefordert, die Erhaltung dieses einzigartigen Bauwerks zu erwirken und möglicherweise ein Fahrzeugmuseum mit Möglichkeiten für kleine Events samt gastronomischen Köstlichkeiten zu installieren. – Für das Tramwaymuseum, wie auch für das Johann-Puch-Museum wäre so eine Maßnahme sehr wichtig, vor allem wenn man bedenkt, dass es in manchen Städten wie z.B. Linz (abgesehen von der Pöstlingbergbahn) gar keine museale Erhaltung von Straßenbahnfahrzeugen gibt und die Exponate in Graz mit Baujahren von 1899 – 1968 zum Großteil fahrfähig erhalten sind.

Die ersten 50 Jahre vom Tramway Museum Graz waren jedenfalls eine Bereicherung für die Stadt und den Tourismus. Eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern sowie Unterstützung aus Verwaltung und Politik haben dies möglich gemacht und so bleibt zu hoffen, dass dies auch die nächsten 50 Jahre so sein wird!

Schließlich bleibt zu erwähnen, dass auch für styria-mobile nur ehrenamtliche Fotografen im Einsatz sind, um die Straßenbahn bzw. den Öffentlichen Verkehr ins „rechte Licht“ zu rücken und auch hier gilt es, den eifrigen Helfern – natürlich auch jenen beim TMG – einmal mehr DANKE zu sagen. 😉

Viel Spaß beim Durchklicken der Fotos, deren Fokus natürlich auf den Fahrzeugen liegt. Wer mehr vom rundherum am Fest sehen möchte, findet in Bälde auf unserer Facebookseite noch mehr Bilder.


Erste Probefahrten auf den Neubaustrecken nach Reininghaus & zur Smart City

Am Abend des 20.10.2021 fand die erste Probefahrt zu den neuen Straßenbahnendstationen im Grazer Westen statt. – Bei dieser Fahrt mit Triebwagen 603 wurden neben der Kontrolle der Oberleitung auch Streustrommessungen durchgeführt. Dabei wurden einige Streckenabschnitte mehrmals befahren.
Während die Fahrt nach Reininghaus ohne Komplikationen verlief, blockierte ein geparkter Lieferwagen bei der Rückfahrt von der Smart City die Gleise in der Waagner-Biro-Straße und musste entfernt werden.


Zwei Tage später gab es eine weitere Probefahrt auf beiden Strecken mit Variobahn 226. – Abermals war die Strecke von einem Lieferwagen mit Anhänger blockiert. – Zuerst wurde daher die Rückfahrt mit Heck voraus am Gegengleis bis zur Asperngasse geführt. – Da der Lieferwagen jedoch in der Zwischenzeit die Gleise verlassen hatte, entschloss man sich dazu doch noch die komplette Strecke zu befahren.

Am Morgen des 28.10.2021 fand die erste Probefahrt bei Tag statt.
Variobahn 241 war zuvor und danach mit dem Oberfahrmeister und einem „Lehrling“ als Fahrschule unterwegs. Die Bilder zeigen, dass die neuen Strecken auch durchwegs tageslichttauglich sind.  

Alle Bilder sind chronologisch gereiht. – Danke an die Bildspender!

Bergung des VT 31 aus der Mur

Am Freitag, dem 6. August 2021 wurde der VT 31 der Murtalbahn, der vier Wochen zuvor aufgrund eines nach einem nächtlichen Unwetter am Gleis liegenden Baumes in die Mur stürzte mit einem riesigen Raupenkran aus dem Fluß geborgen. Das Fahrzeug wurde Vor-Ort in Ramingstein nahe der Landesgrenze bei Predlitz nach der Bergung wieder aufgestellt und auf einen Tieflader verladen, der den Wagen dann „nach Hause“ zum Bahnhof Murau brachte. Wir haben über 70 Fotos von Bergung und Transport gemacht.

10 Jahre Stadler GTW bei der GKB

Vor zehn Jahren kamen die ersten Stadler-GTW der Baureihe 5063 für die GKB – Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH bei uns in der Steiermark an. – 5063 002 und 003 trafen am Abend des 21.08.2010 in Graz ein, während 5063 001 noch an der Westbahn zu Testfahrten verweilte. Am 23. und 24. August fanden dann die ersten Testfahrten nach Köflach bzw. Wies-Eibiswald statt. Nach anfänglichen Zulassungsschwierigkeiten sind die Fahrzeuge nunmehr zum Rückgrat des weststeirischen Mobilitätsunternehmens geworden.