Frohe Weihnachten 2016

Wir wünschen allen Mitgliedern und Gästen ein frohes Weinachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Liebe User!
Liebe Gäste!

Ein sehr abwechslungsreiches Jahr ist fast vorüber und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür.
Wir haben unser zehnjähriges Bestehen gefeiert und freuen uns auf die nächsten zehn Jahre.
Hiermit möchten wir uns bei allen Usern, Lesern und Gästen für die Treue bedanken!

Ein besonderer Dank gilt allen Wageneinsatzmeldern und auch all jenen, die durch ihre unermüdliche Schreib- bzw. Fotografierlaune immer wieder aktuelle Fotos und Berichte gepostet haben.
Ohne jeden einzelnen wäre das nicht möglich. – DANKE!

Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

Euer

Styria-Mobile Team

ÖV-Offensive für die Verbindung Trofaiach – Leoben

Die Befürworter einer S-Bahn von Leoben nach Trofaiach durften sich im Oktober 2015 über die Wiederaufnahme der Strecke in den Übersichtsplan der S-Bahn-Steiermark freuen. – Die Freude währte allerdings nicht allzu lange, da der „S 81“ nun endgültig eine Absage erteilt wurde.

Die Inbetriebnahme der neuen S-Bahnlinien S 8 und S 9 mit Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 war Anlass, die Potenziale und Möglichkeiten der Bahnstrecke von Leoben nach Trofaiach als S-Bahn mit Buskonzepten bzw. verknüpftem Betrieb Bahn/Bus zu vergleichen. Dazu wurde vom Land eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt, deren Ergebnisse nun präsentiert wurden:

Das Land Steiermark und die Gemeinden Leoben, St. Peter-Freienstein sowie Trofaiach gaben heute im Rahmen einer Pressekonferenz folgende Empfehlung ab:
Ein 15 min. Takt im Busverkehr soll zwischen Leoben und Trofaiach Nord bzw. West realisiert werden. Diese Variante erzielt im Vergleich mit einer S-Bahn bessere Nachfrageeffekte bei geringeren Betriebs- und wesentlich geringeren Investitionskosten.

Für die Verkehrsuntersuchung wurden drei Varianten ausgearbeitet, wobei vor allem auf Einzugsbereiche der Haltestellen (Wohnen/Arbeiten) und Pendlerströme als Grundlage für die Berechnungen zurückgegriffen wurde.

1.Variante: Vollbus im 15 min. Takt. erwartete Fahrgastveränderung: +700 FG
2.Variante: Bahn/Bus alternierend jeweils 30 min Takt Bahn und Buslinie TW, +800 FG
3.Variante: Vollbahn im Halbstundentakt mit Bus nur als Zubringer, -100 FG

Investitionskosten (Schätzung)
Bus: Echtzeitanzeigen, Ampelbevorrangungen, Haltestellenausbau (zentraler ÖV-Knoten Trofaiach, Barrierefreiheit, Visability, Corporate Design)
Bahn: Neubau Trofaiach – Gladen, Sicherungstechnik, Neubau von 7 Haltestellen, Eisenbahnkreuzungen
1.Variante: Bus: 1,3 Mio €
2.Variante: Bus: 1,3 Mio €, Bahn: 43 Mio €
3.Variante: Bus: 1,2 Mio €, Bahn: 43 Mio €

Die zusätzlichen Betriebskosten liegen bei der Bahn (Var.2 und 3) bei € 2.000.000 und beim Vollbus (Var.1) bei lediglich € 300.000. Die Variante 3 würde eine Einsparung von € 800.000 im Busbereich nach sich ziehen.
Die jeweiligen Kilometersätze ergeben sich aus bereits erfolgten Bestellungen bei S-Bahn und RegioBus.

Die Umsetzung eines entsprechenden Buskonzepts könnte zeitnah erfolgen, während der Bahnausbau erst mittel- bis langfristig möglich wäre.

Noch heuer soll die grundsätzliche Variantenentscheidung getroffen werden, wobei die Achse Leoben-Trofaiach als Bus-Musterkorridor mit einem Angebot auf stätischem Niveau, entsprechender Infrastruktur (Erscheinungsbild der Haltestellen, Echtzeitinformation) entwickelt wird und Kundeninformationen in bester Qualität mehr Ein- bzw Umsteiger lukrieren sollen. Zudem sollen auch zubringende Busachsen z.B. aus dem Liesingtal attraktiviert werden.

Im Detail würde das Buskonzept auf der Achse Leoben – St.Peter-Freienstein – Trofaiach so aussehen, dass die Buslinie 820 Leoben – Eisenerz alternierend mit der Linie TN (Trofaiach Nord/Gladen) jeweils im Stundentakt und die Linie TW (Trofaiach West / Gimplach im Halbstundentakt verkehrt. – Dadurch ergäbe sich im gesamten ein 15 Minuten Takt zwischen Leoben Zentrum und Trofaiach Zentrum. Auch der Abendverkehr soll attraktiver gestaltet werden.

Abschließend ein kleiner Bilderbogen zu diesem Thema. – Die rigorose 30er Beschränkung in Trofaiach sorgt beim ÖV nicht gerade für eine attraktive Reisegeschwindigkeit. – Hier könnte man es mit den Prinzipien des verstorbenen Grazer Vizebürgermeisters Edegger halten und alle Straßen mit ÖV für 50 km/h auslegen, soweit dies eben möglich ist. Die Attraktivität der Buslinien würde sich steigern.
Ein herzliches „Glück Auf“!

S8 und S9 ab Dezember 2016 unterwegs

Gestern fand in Leoben ein Informationsabend über die neuen S-Bahn-Linien in der Obersteiermark, die ab 11.Dezember verkehren werden, statt.Neben LH-Stv Michael Schickhofer (Mitte), LR Anton Lang (links), LAbg Helga Ahrer (rechts), DI Werner Reiterlehner (Land Stmk), DI Alfred Hensle (GF Verkehrsverbund) und Mag Franz Suppan (Regionalmanager ÖBB) waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Presse anwesend. LH-Stv Schickhofer und Verkehrslandesrat Lang betonten die Wichtigkeit der neuen S-Bahn-Verbindungen für die Industrieregion Obersteiermark, die ein großstädtisches Flair in die Region bringen. Bundesminister Jörg Leichtfried, der ja als Vorgänger von Anton Lang die Weichen für die neuen Linien stellte, wurde von allen mit großem Lob bedacht, natürlich auch wegen der Investition von 12 Milliarden Euro für den Bahnausbau in der Steiermark. Der Verkehrslandesrat hat sich als Ziel gesetzt, so vielen Gemeinden wie möglich einen attraktiven Öffentlichen Verkehr bieten zu können. Die S-Bahn sei dabei der erste Schritt.
Zur S 81 nach Trofaiach befragt, gab Anton Lang an, dass man einerseits ohne betroffene Gemeinden keine S-Bahn implementieren werde, da auch im Falle Trofaiach die Bahn ja nicht direkt in die betroffenen Gebiete verkehrt, sondern eher daran vorbei. Er betonte in dieser Hinsicht auch, dass er um eine Gesamtlösung für die Achse Trofaiach- Vordernberg – Eisenerz – Radmer bemüht ist, wobei hier natürlich auch die Gemeinden Gai, Kammern und Traboch mitspielen. Die S-Bahn nach Trofaiach wurde zwar nicht konkret abgesagt, aber eine Anbindung der obersteirischen Stadt an das S-Bahn-Netz ist sehr unwahrscheinlich, auch weil die S-Bahn dem industriellen Güterverkehr in Leoben Donawitz natürlich im Weg wäre.
Für die neuen S-Bahn-Linien sollen in den nächsten Jahren zwei neue Haltestellen errichtet werden: Durch die geplante Haltestelle in St.Michael würde sich bei der Fahrzeit von / nach Unzmarkt eine Einsparung von etwa zehn Minuten ergeben. In Leoben Lerchenfeld ist ebenfalls eine neue Haltestelle geplant, da sich dort viele Betriebe, aber auch Wohnsiedlungen befinden.Fazit mit einem lachenden und einem weinenden Auge: S8 und S9 werden ab Dezember sicher den einen oder anderen „Umsteiger“ lukrieren. – Leider ist eine S-Bahn auf der Bestandsstrecke nach Trofaiach derzeit nicht mehr sehr wahrscheinlich.

Vorgezogene Gemeinderatswahlen 2017

Jetzt gibt es vorgezogene Gemeinderatswahlen und alle Parteien geizen nicht mit Schuldzuweisungen an die Kollegen.
Die Ursache liegt darin, dass Schwarz / Rot / Blau eine Volksbefragung (Murkraftwerk) für unmöglich erklären und die KPÖ daher dem aktuellen Budget nicht zustimmen wird.Das „freie Spiel der Kräfte“ von BM Nagl hat nach dem Ausstieg der FPÖ nun ein weiteres Mal versagt.
Der Verkehr – allen voran der MIV – in der Landeshauptstadt ist in den letzten Tagen teilweise aufgrund von Baustellen, aber auch wegen Verkehrsüberlastung mehrmals völlig zum Erliegen gekommen. Davon ist – mangels eigener Trassen – auch der Öffentliche Verkehr massiv betroffen gewesen und Verspätungen von mehr als einer halben Stunde waren keine Seltenheit. Leider interessiert scheinbar niemanden, dass hier viele Ressourcen verloren gehen, die man wesentlich sinnvoller nutzen könnte. Doch statt dem Umweltverbund den uneingeschränkten Bonus zuzugestehen und alles zu tun um den Modal Split dahingehend zu verändern wird weiter mit größter Kraft an Projekten festgehalten, die dieses große Problem der Stadt Graz nicht lösen können. Millionen von Euro werden für Traumgondeleien ausgegeben, während der so dringend erforderliche Straßenbahnausbau einmal mehr nach hinten verschoben wird, weil die Stadtregierung nicht mehr arbeitet.

Wenn Graz regelmäßig im Verkehr erstickt, wie es die letzten Tage der Fall war, werden sich Investoren auch zweimal überlegen, sich in so einer Stadt niederzulassen, wo die Infrastruktur des Öffentlichen Verkehrs in den 1970er Jahren steckengeblieben ist. Mehrere Studien, die von der Stadt in Auftrag gegeben wurden, haben ergeben, dass für Graz ausschließlich der Ausbau des Straßenbahnnetzes zielführend ist und kein anderes Verkehrssystem sinnvoll ist. Trotzdem träumen manche Politiker und Holding-Verantwortliche von einer Seilbahn als adäquates Mittel, dem angeschlagenen ÖV in Graz auf die Sprünge zu helfen. Die Durchpeitschung des Speicherkanals könnte auch durchaus als Grundsteinlegung für den Bau der Fundamente für die Gondelsteher dienen. Graz hätte mit einer Murgondel durchaus eine interessante nagelneue Touristenattraktion, die aber niemals ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz ersetzen könnte.
Mehrere Buslinien in Graz sind an der Grenze ihrer Kapazität angekommen und sollten nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht schon seit Jahren auf Straßenbahn umgestellt sein. Die zahlreichen neuen Siedlungen, vor allem im Südwesten der Stadt, tragen auch nicht zur Entspannung der Situation bei. Gelenkbusse mit einem Takt von unter 5 Minuten würden langfristig nicht ausreichend sein, um eine bedarfsgerechte Frequenz zur Verfügung stellen zu können. Hier bedarf es neuer Straßenbahnlinien mit zeitgemäßen 40-Meter Straßenbahnen, die eine ausreichende Kapazität und Laufruhe aufweisen sowie auf baulich abgetrennten Trassen mit attraktiven Fahrzeiten verkehren können. Elektrobusse, die ja aufgrund des in Kürze startenden Probebetriebes so hochgelobt werden, sind als Ersatz für Dieselbusse zu begrüßen, allerdings stellen E-Busse niemals einen geeigneten Ersatz für eine Straßenbahnlinie dar. All das scheint bei den derzeit „regierenden“ Parteien ÖVP, FPÖ und SPÖ zwar grundsätzlich bekannt zu sein und man gibt auch vor „Pro Bim“ eingestellt zu sein, bei näherer Betrachtung merkt man aber, dass dann doch im Ernstfall pro MIV und Contra Bim entschieden wird.Es wird Zeit, dass Graz endlich eine Regierung bekommt, die die Beine für den ÖV in die Hand nimmt und die Versäumnisse der letzten 50 Jahre aufholt: Die Kurz-Straßenbahnausbauten nach Eggenberg/UKH, Puntigam und zur MED- Uni sind neben des vom Spar Konzern initierten Ausbaus der Linie 4 zum Murpark nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein und das jahrzehntelange Ringen um die Straßenbahnlinie 6 führte auch zu einer viel zu späten Inbetriebnahme der Straßenbahn. Alles in allem wird es Zeit, sich an Linz zu orientieren und endlich zu handeln.Betriebliche Dinge, wie endlich eine gescheite Fahrgastinformation oder zB ein WLAN in den Fahrzeugen zu bekommen steht auf einem anderen Blatt.