Fotosonderfahrt VEF / TMG am 5. April 2017 mit TW 530

Am 5. April 2017 gab es als Abschiedsfahrt für die alte Schleife in Mariatrost eine Fotosonderfahrt mit TW 530, wo neben Mariatrost auch Puntigam, Andritz und die neue Endstation der SL 7 – LKH MED Uni angefahren wurden.

Diese Fahrt ist auch die vorletzte Sonderfahrt mit einem Wagen dieser Baureihe. 
Die allerletzte Fahrt wird am 21.05.2017 stattfinden. Details dazu gibts hier: https://goo.gl/S7pfOP

Anbei ein bunter Reigen mit einigen Bildern:

 

ASFINAG und Land Steiermark investieren mehr als 300 Mio. € in unser Straßennetz

In Summe investiert die ASFINAG heuer mehr als 230 Millionen Euro in der Steiermark. Jeweils knapp die Hälfte davon entfällt auf Sanierungen und Generalerneuerungen beziehungsweise auf den Neubau. Den Großteil beim Streckenneubau machen vor allem die S 36 Murtal Schnellstraße und der Neubau der zweiten Röhre des Gleinalmtunnels aus.


ASFINAG Vorstand Alois Schedl, Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Verkehrslandesrat Anton Lang

 

Bei bestehenden Autobahnen investiert die ASFINAG ganz besonders in mehr Tunnelsicherheit – sieben Tunnel sind es allein in der Steiermark, die auf den sicherheitstechnisch höchsten Standard gebracht werden. Die größeren Projekte dabei sind die Sanierungen der Bestandsröhre Gleinalmtunnel, der Selzthaltunnel und die beiden Tunnel Wald sowie Pretallerkogel auf der A 9 Pyhrn Autobahn.

Ein Großprojekt startet ebenfalls bereits heuer im Herbst: Der Plabutschtunnel auf der A 9, mit zehn Kilometern der zweitlängste zweiröhrige Straßentunnel Europas, wird innerhalb von zwei Jahren saniert. Aufgrund der besonderen Funktion des Tunnels für die Stadt Graz hat die ASFINAG ein Spezialkonzept erarbeitet. Tagsüber bleiben beide Tunnelröhren mit je zwei Spuren befahrbar, nur nachts und an verkehrsarmen Wochenenden arbeiten die Baufirmen auf Hochtouren. Die Verkehrsführung wird also jeden Tag neu eingerichtet.
Verkehrsminister Jörg Leichtfried: „Wir nehmen dieses Jahr über 230 Millionen Euro für Autobahnen und Schnellstraßen in der Steiermark in die Hand. Damit machen wir etwa die Tunnel sicherer und entlasten Gemeinden vom Durchzugsverkehr. Die Pendlerinnen und Pendler kommen so zügig, bequem und sicher an ihr Ziel, und auch die Wirtschaft profitiert: Mit unseren Investitionen in das Straßennetz schaffen und sichern wir allein heuer rund 2.000 Arbeitsplätze in der Steiermark.“
Ein großes Ziel vom Verkehrsminister ist die Verringerung der Verkehrstoten, das auch durch mehr Sicherheit auf den Straßen erreicht werden soll.

„Die umfangreichen Investitionen im Straßenbereich bringen auch in diesem Jahr wieder nachhaltige Impulse für unsere heimische Wirtschaft. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen bzw. abgesichert. Die Errichtung und die Sanierung unserer Straßen sorgt nicht nur für eine gute Erreichbarkeit unserer Wirtschaftsstandorte sondern auch dafür, dass die Menschen mit ihren Fahrzeugen sicher unterwegs sein können“, sagt Verkehrslandesrat Anton Lang.

ASFINAG-Vorstand Alois Schedl: „Wir haben in der Steiermark große wichtige Projekte, sowohl beim Neubau als auch bei den Generalsanierungen. Wichtig ist für uns dabei auch immer, dass die Autobahnen für unsere Kundinnen und Kunden trotz Bauarbeiten weiter zur Verfügung stehen, wie am Beispiel Plabutschtunnel zu sehen ist.“
Schwerpunkt Tunnelsicherheit
Größtmögliche Sicherheit im Tunnel – das ist das erklärte Ziel der ASFINAG: Bis 2019 werden insgesamt 81 Tunnelanlagen mit einer Gesamtinvestition von mehr als 1,5 Milliarden Euro auf den höchsten Stand der Sicherheitstechnik gebracht sein. Neben „Standards“ wie neue Beleuchtung, Tunnellüftung, Videoanlage, Notruf- und Funk sowie Feuerlösch- und Notrufnischen legt die ASFINAG auch großes Augenmerk auf zusätzliche Fluchtwege und den Einsatz von Innovationen. Im Tunnel Wald installiert die ASFINAG zum Beispiel eine Sprühnebelanlage. Im Brandfall werden dabei über feine Düsen unter hohem Druck Wassertropfen im Tunnelinneren verbreitet. Daraufhin bildet sich ein Wassernebel, der die Temperatur des Brandherdes gleich nach Entstehen senkt. Somit gelingt es mit diesem automatischen System, die hohen Temperaturen im Falle eines Brandes in Schach zu halten, bis die Feuerwehr an den Einsatzort gelangt.
2012 wurde mit dem intelligenten Akustiksystem AKUT ein international einmaliges High-Tech Sicherheitsprojekt präsentiert. Dabei nehmen Spezialmikrofone die Tunnelgeräusche auf, bei untypischen (etwa: quietschende Reifen, zuschlagende Autotüren, menschliche Stimmen) wird in der nächsten Überwachungszentrale Alarm geschlagen – und das schneller als durch Video oder andere Sicherheitsausrüstungen. Die ASFINAG rüstet längere Tunnel seitdem mit den „Tunnelohren“ aus. In der Steiermark ist AKUT bereits im Bosrucktunnel an der A 9 zwischen Oberösterreich und der Steiermark im Einsatz, es folgen jetzt die Tunnel Gleinalm, Plabutsch (ab 2017) sowie die beiden Tunnel Gratkorn (ab 2020).


Gute Zusammenarbeit Land-ASFINAG

Die ASFINAG und das Land Steiermark arbeiten bei vielen Straßenbauprojekten bestens zusammen, um gemeinsam für Anrainer und Verkehrsteilnehmer optimale Lösungen umzusetzen. Auch im kommenden Jahr werden auf diese Weise zahlreiche wichtige Projekte für die Steirerinnen und Steirer realisiert, bei denen eine enge Kooperation zwischen Land und ASFINAG erfolgt, etwa beim Umbau des Weblinger Stumpfes in Graz.

Das Land Steiermark investiert 2017 etwa 83 Millionen Euro in Straßenbau und Sanierungsvorhaben, darunter befinden sich der Grazer Südgürtel oder die Ortsumfahrung Weiz.


Die wesentlichsten ASFINAG-Projekte im Überblick

A 9 Pyhrn Autobahn:

Zweite Röhre Gleinalmtunnel plus Generalsanierung Bestandsröhre
Baustart 2013 / Fertigstellung Ende 2019 / Investition ca. 260 Millionen Euro
Mit dem acht Kilometer langen Gleinalmtunnel in der Steiermark ist 2019 das letzte „Nadelöhr“ beseitigt. Die A 9 wird dann durchgehend in beiden Richtungen vierstreifig befahrbar sein, alle Tunnel sind künftig auf dem modernsten Stand der Sicherheitstechnik. Die zweite Tunnelröhre ist bis Sommer 2017 fertiggestellt, die Verkehrsfreigabe erfolgt im Juli. Danach werden wegen des starken Sommerreiseverkehrs bis 10. September beide Spuren der neu gebauten Röhre in Richtung Norden und in der Bestandsröhre eine Fahrspur in Richtung Süden befahrbar sein. Anschließend wird die mehr als 40 Jahre alte Bestandsröhre ganz gesperrt und generalsaniert.


Sanierung und Sicherheitsausbau Selzthaltunnel

Baustart November 2016 / Fertigstellung April 2018 / Investition ca. 23 Millionen Euro
Seit Mitte November 2016 laufen die Arbeiten, bis Ende April 2018 wird der Verkehr in jeweils einer Tunnelröhre im Gegenverkehr geführt. Die Arbeiten an und in der Tunnelröhre Richtung Süden laufen noch bis August 2017, dann wird der Verkehr in die sanierte Röhre verlegt und die zweite Richtung Norden saniert. Das Tempolimit beträgt 60 km/h (Überwachung mit Section Control).

Sanierung und Sicherheitsausbau Tunnel Wald und Pretallerkogeltunnel
Baustart September 2016 / Fertigstellung April 2018 / Investition 40 Millionen Euro
Seit Mitte September 2016 ist der Gegenverkehrsbetrieb eingerichtet. Das Tempolimit beträgt 60 km/h (Überwachung mit Section Control).

Sanierung und Sicherheitsausbau Plabutschtunnel
Baustart Herbst 2017 / Fertigstellung Sommer 2019 / Investition ca. 64 Millionen
Ab Herbst 2017 saniert die ASFINAG den Plabutschtunnel (Eröffnung erste Röhre 1987 sowie zweite Röhre 2004) und bringt diesen vor allem sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand. Neben der Errichtung zusätzlicher Fluchtwege werden vor allem die Sicherheitsausstattungen erneuert. Zusätzlich bekommt auch der Plabutschtunnel „Ohren“, also das System AKUT.
Hinsichtlich der Bau-Abwicklung hat die ASFINAG ein Spezial-Konzept erarbeitet, das es ermöglicht, den Verkehr vor allem in der Früh- und Abendspitze immer ungehindert durch beide Röhren fließen zu lassen – trotz Baustelle! Der Verkehr – insgesamt 40.000 Fahrzeuge pro Tag – wird also nicht generell durch das Grazer Stadtgebiet geleitet, Staus damit von vorneherein vermieden.
Die Herausforderung und der Aufwand für Baufirmen und ASFINAG sind dabei jedoch enorm. Tagsüber bleiben demnach immer beide Tunnelröhren frei von Behinderung. Abends und an ausgewählten Wochenenden schon ab Samstagabend wird der Verkehr im Gegenverkehr durch eine Tunnelröhre geleitet. Die Bauarbeiten finden in der gesperrten Röhre also nur nachts und an verkehrsarmen Wochenenden auch an Sonntagen statt. Vor 5 Uhr früh wird die Baustelle geräumt und der Tunnel für den Tagesbetrieb fit gemacht. Über die gesamte Laufzeit gerechnet (September 2019) muss die Verkehrsführung somit knapp 1400 Mal eingerichtet beziehungsweise abgebaut werden – ein großer logistischer Aufwand, der den Kundinnen und Kunden der ASFINAG aber Umwege und Staus erspart.

Neubau Anschlussstelle Hengsberg
Baustart Sommer 2017 / Fertigstellung Ende 2017 / Investition ca. 4,5 Millionen Euro
Im Gemeindegebiet Hengsberg errichtet die ASFINAG eine Abfahrt von der A 9 in Richtung Spielfeld sowie eine Auffahrt in Richtung Graz. Die L 601 im Bereich Klein-Weitendorf wird dadurch deutlich vom Durchzugsverkehr entlastet, Umwege zur Anschlussstelle Wildon entfallen künftig.

A 2 Süd Autobahn:

Generalerneuerung Graz Ost – Graz West
Start März 2017 / Fertigstellung Oktober 2018 / Investition ca. 20 Millionen Euro
In zwei Phasen erneuert die ASFINAG diesen stark befahrenen Abschnitt der Süd Autobahn (bis zu 70.000 Fahrzeuge pro Tag). Bis Oktober 2017 wird die Richtungsfahrbahn Italien generalsaniert, die alte Betonfahrbahn wird dabei durch lärmmindernden Asphalt ersetzt. Phase 2 mit der Richtungsfahrbahn Wien läuft von März bis Oktober 2018. Trotz Bauarbeiten bleiben, so wie auch im Normalzustand, drei Fahrspuren pro Richtung befahrbar.

Sicherheitsausbau der Pack-Tunnel Herzogberg, Mitterberg, Kalcherkogel
Baustart März 2017 / Fertigstellung Juli 2017 / Investition ca. vier Millionen Euro
Die Tunnel Mitterberg, Herzogberg und Kalcherkogel werden mit zusätzlichen Notrufstellen, Notrufnischen und Videokameras ausgestattet. Der etwa zwei Kilometer lange Kalcherkogeltunnel bekommt auch einen zusätzlichen Fluchtweg, der mittels Sprengungen hergestellt wird. Um den extrem engen Zeitplan halten zu können, hat die ASFINAG einen Drei-Schicht-Betrieb vereinbart. Gearbeitet wird also rund um die Uhr.

Generalsanierung Anschlussstelle Gleisdorf West
Baustart März 2017 / Fertigstellung August 2017 / Investition vier Millionen Euro
Alle Auf- und Abfahrten werden, also mit einem neuen Asphalt versehen. Zum Teil werden dabei Abfahrtsrampen auch verbreitert, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, eine Gewässerschutzanlage wird errichtet, die Rabnitzbachbrücke neu gebaut.

S 6 Semmering Schnellstraße:

Instandsetzung Massenberg bis St. Michael
Start Ende Februar / Fertigstellung Herbst 2017 / Investition 14 Millionen Euro
Fünf Kilometer der mittlerweile 25 Jahre alten Strecke zwischen Leoben West und St. Michael der Richtungsfahrbahn Seebenstein werden saniert (Fahrbahn und Brücken), pro Richtung steht daher nur eine Fahrspur zur Verfügung.


S 36 Murtal Schnellstraße:

Instandsetzung Feistritz bis Zeltweg Ost
Start 2016 / Fertigstellung 2019 / Investition 26 Millionen Euro
Ein Abschnitt von zwölf Kilometern Länge wird in vier Phasen geteilt runderneuert.
Heuer läuft Phase 2 von Knittelfeld Ost bis Zeltweg Ost auf der Richtungsfahrbahn St. Michael. Pro Richtung steht eine Spur zur Verfügung, bei wesentlichen Veranstaltungen durch den Veranstalter Projekt Spielberg wird es jedoch keine Verkehrsbehinderungen geben! Die letzten beiden Etappen des Sanierungsprojekts Feistritz bis Zeltweg starten 2018 und 2019, da erneuert die ASFINAG die Gegenfahrbahn in Richtung Klagenfurt.

Neubau S 36 von St. Georgen bis Scheifling

Baustart 2013 / Fertigstellung 2020 / Investition 160 Millionen Euro
Bis Herbst 2020 wird die Bestandsstrecke zwischen St. Georgen und Scheifling auf etwa sechs Kilometern ausgebaut. Herzstück ist die Unterflurtrasse Unzmarkt mit einer Länge von 950 Metern. Das Teilstück bei St. Georgen mit der Unterflurtrasse ist bereits für den Verkehr freigegeben.

S 7 Fürstenfelder Schnellstraße

Neubau Abschnitt West
Mit der Errichtung der Baustraße wird die ASFINAG den so wichtigen Neubau der S 7 von der A 2 bei Riegersdorf bis Dobersdorf (Investition 488 Millionen Euro) im Burgenland starten. Über diese Baustraße wird der gesamte Baustellenverkehr abgewickelt, damit die Gemeinden nicht belastet werden.
Gegen die beiden in 2.Instanz bereits erlassenen Wasserrechtsbescheide wurde seitens der Bürgerinitiative im Jahr 2014 beim Verwaltungsgerichtshof eine Revision eingebracht. Eine Entscheidung steht nach wie vor aus, wird aber in naher Zukunft erwartet. Alle für einen Baustart erforderlichen Vorbereitungen wurden von der ASFINAG getroffen. Konkrete Baumaßnahmen können aber erst in Angriff genommen werden, wenn eine positive Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes vorliegt.
Der Baustart für den Abschnitt Ost (Investition 144 Millionen Euro) von Dobersdorf bis an die ungarische Grenze ist für 2019 geplant, die Gesamtfertigstellung der S 7 für 2022.

Die Gesamtinvestition beträgt mehr als 630 Millionen Euro.

 

Projekte vom Land Steiermark:

Grazer Südgürtel:
Länge: 2000 m, davon unterirdisch: 1442 m
Breite: 26 m bis 33 m
Tiefe: bis zu 7 m
Vorbereitende Bauarbeiten ab April 2012
Spatenstich: 22.05.2014
Fertigstellung: Mai 2017
Gesamtbaukosten: ca. € 120 Mio.
Grundeinlösekosten: ca. € 25 Mio.
Prognostizierte Fahrzeuge pro Tag: 25.500

Heuer werden im Landesstraßennetz an die 125 Bau- bzw. Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Ein Auszug der wichtigsten Vorhaben aus den Regionen:

Ortsumfahrung Weiz Teil 3a:
Länge: knapp ein Kilometer
Geplante Umsetzung: April 2016 bis September 2017
Kosten: rund € 19 Millionen

Liezen
B 320, Ennstal Straße, San „Kreuzbühl bis Weißenbach + 2 Objekte“, km 62,900 bis km 65,440, Wörschach/Liezen, geschätzte Kosten € 1,2 Mio.
B 145, Salzkammergutstraße, San. Pichl-Knoppen + Objekte, km 94,400 bis km 96,600, Bad Mitterndorf, geschätzte Kosten € 1,2 Mio., Umsetzung 2017/18

Obersteiermark Ost (Bruck-Mürzzuschlag, Leoben):
B 116, Leobener Straße, San. Leoben 3. Teil + Murbrücken, km 26,500 bis km 27,400, Leoben, Kostenschätzung € 2,350.000 Mio.
L 102, Veitscherstraße, San „Mauer Werksiedlung“, km 7,600 bis km 8,600, St. Barbara, Kostenschätzung € 1,150.000 Mio.

Obersteiermark West (Murtal, Murau):
B 96, Murtal Straße, km 31,500 – km 33,400, San. Krzg. Katsch – Lankenwirt 1. Teil, Murau/Teufenbach-Katsch, MU, geschätzte Kosten € 1,7 Mio.
L 502, St.-Lambrechter-Straße, San. Laßnitz – Meßnitz/Auen + 4 Brücken, km 20,700 bis km 22,100, geschätzte Kosten € 1,1 Mio.

Steirischer Zentralraum
(Graz, Graz-Umgebung, Voitsberg):
B 70, Packer Straße, km 3,600 – km 4,200, Umbau Weblinger Stumpf, Graz, geschätzte Kosten € 11,5 Mio. (Landesanteil € 6,5 Mio.), Fertigstellung Ende 2017
B 67a, Grazer Ringstraße, „St.Peter Hauptstr. 2. Teil“, km 9,65 bis km 10,77, Graz, geschätzte Kosten € 7 Mio. (Land € 3,5 Mio.)

Südweststeiermark (Leibnitz, Deutschlandsberg):
B 76, Radlpaß Straße, San Frauental + 3 Brücken, km 20,800 – km 21,900, Frauental, geschätzte Kosten € 1,1 Mio.
B 67, Grazer Straße, San. KVP Vogau + Querungshilfen, km 96,475 bis km 97,450, Straß in der Steiermark, geschätzte Kosten € 1,3 Mio. (Landesanteil € 800.000)

Südoststeiermark:
B 66, Gleichenberger Straße, San. Unfallhäufungsstelle Knoten Ost in Feldbach (+ 150 Meter L 201 – Berndorferstraße), km 23,633 bis km 24,363, geschätzte Kosten € 1,8 Mio.
L 211, Gnaserstraße, ODF Dietersdorf + Gehsteig L 253, Edlastraße, km 18,600 bis km 19,300, St. Peter am Ottersbach, geschätzte Kosten € 1,4 Mio.

Oststeiermark (Weiz, Hartberg-Fürstenfeld):
B 72, Weizer Straße, Stützmauer- und Fahrbahnsanierung km 69,1 – km 69,6, St. Kathrein am Hauenstein, Bezirk Weiz, geschätzte Kosten € 2,9 Mio
L 412, Ebersdorferstraße, ODF Ebersdorf, km 4,2 – km 5,7, Ebersdorf , Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, geschätzte Kosten € 700.000

 

Brennpunkt Ennstal
Einen Lückenschluß durch eine Autobahn- oder Schnellstraße im Ennstal zwischen A 9 und A 10 ist derzeit laut LR Lang nicht geplant und scheint auch langfristig in weite Ferne gerückt zu sein. Projekte zur Entlastung von Ortszentren sowie die Errichtung des „Knoten Trautenfels“ sollen aber umgesetzt werden.

 

Weniger Verzögerung durch langwierige Verfahren bei Großprojekten

Große Projekte bringen meist einige Einwände von Anrainern bzw. Proteste von Interessensvertretungen mit sich. Laut Minister Leichtfried gibt es Bestrebungen der Bundesregierung alle Verfahren für Großprojekte zu beschleunigen, damit diese schneller durchgeführt werden können und Einwändungen schneller behandelt werden können.

Vier neue Werbestraßenbahnen 2017

Seit 9. Jänner 2017 gibt es vier neue Werbebims. Das freut neben der Firma Ankünder auch alle Straßenbahnfreunde und viele GrazerInnen.

Bunte Variobahnen sind schon was tolles, vor allem der neue Werbeträger für die FH Joanneum geizt nicht mit den Farben.

Das fast farblose silber-weiß der Variobahnen sollte grundsätzlich durch eine traditionell grüne Farbgebung ersetzt werden, den Fahrzeugen steht mehr Farbe sehr gut.

Hier gehts zum Werbebim-Thread….

Feinstaub-Ticket ab 8. Februar täglich bis 28. Februar

Winteroffensive Umwelt & Öffentlicher Verkehr:
Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ wird ausgedehnt! Bis Ende Februar gilt Freitags-Vorteil nun täglich!


Foto: Land Steiermark

Umwelt- und Verkehrslandesrat Anton Lang präsentierte heute in Graz die aktuellste Maßnahme im Kampf gegen den Feinstaub. Und das ist ein echter „Hit“! „Aufgrund der äußerst ungünstigen Wetterlage herrscht in Teilen der Steiermark bekanntlich seit Tagen eine sehr hohe Feinstaub-Belastung. Aus diesem Grund wird die Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ des Landes Steiermark nun ausgedehnt. So wird das Stundenticket in allen steirischen `Öffis´ ab 8. Februar nicht nur wie bisher jeden Freitag, sondern bis Ende Februar sogar täglich zum Tagesticket. „Für mich als Umweltlandesrat war es jetzt Zeit zu handeln! Wir müssen den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr gerade jetzt besonders forcieren!“, so Lang.

Die Luftqualität hat sich in der Steiermark in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Die Jahre 2014, 2015 und 2016 waren immissionsseitig die in der Steiermark am geringsten belasteten Jahre seit Beginn der flächendeckenden Luftgütemessungen Ende der 1980er-Jahre. Im Jahr 2016 wurden trotz schlechter Witteruns-Bedingungen am Start und am Ende des Jahres die erlaubten Feinstaub-Überschreitungstage eingehalten.

Wie sich in den letzten 10 Jahren sehr deutlich herausgestellt habe, zeigen in Sachen Luftreinhaltung vor allem mittel- bzw. langfristig geplante und genau durchdachte Maßnahmen entsprechende Wirkung. „Die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung des Luftreinhalteprogramms Steiermark bestätigt dies eindrucksvoll“, so der Landesrat, der hier den Ausbau der Fernwärme in Graz mit über 1.000 Neuanschlüssen seit 2010, der mit 15 Mio. Euro von Landesseite gefördert wurde, besonders erwähnte. „Mit dem Ausbau der Abwärme-Nutzung der SAPPI-Gratkorn zur Fernwärmeversorgung in Graz haben wir im heurigen Jahr einen weiteren Meilenstein gesetzt.“

Im Verkehrsbereich waren es vor allem die Geschwindigkeitsbeschränkungen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen (kurz VBA-Anlagen), die Fahrverbote für Alt-LKW inkl. der Förderung der Neuanschaffungen, die Förderungen für Hybrid- und Erdgastaxis sowie die Maßnahmen zur Attraktivierung der Öffentlichen Verkehrsmittel sowie des Öffi-Netzes verbunden mit entsprechender Bewusstseinsbildung, die nachhaltig zur Reduktion der Feinstaubbelastung beigetragen haben. „Insgesamt sind in den letzten Jahren rund 40 Mio. Euro gezielt in die Verbesserung der Luftgüte investiert worden – dabei sind die Mittel, die über energietechnische Maßnahmen die Luftgüte ebenfalls verbessern, gar nicht mit berücksichtigt“, so Lang.

Vor 10 Jahren gab es an einzelnen Messstellen über 100 Überschreitungen pro Jahr mit einer Überschreitungshöhe von bis zu 400%. Seitdem ging die Feinstaubbelastung durch die konsequente Umsetzung des Luftreinhalteprogramms stetig zurück. 2014 wurden die EU-Grenzwerte erstmals flächendeckend eingehalten und somit ein laufendes EU-Vertragsverletzungsverfahren eingestellt. „Ich habe immer gesagt, zufrieden bin ich erst dann, wenn wir – unabhängig von meteorologischen Einflüssen – die Grenzwerte dauerhaft einhalten können. Als Verkehrslandesrat setze ich deshalb gerade jetzt im Besonderen auf Maßnahmen im Öffentlichen Verkehr“, so Lang.

Aktuell wurden folgende Maßnahmen zur Luftreinhaltung in der Steiermark eingeleitet bzw. umgesetzt:
• Umsetzung der beiden neuen obersteirischen S-Bahn-Linien S 8 und S 9 zwischen Unzmarkt und Mürzzuschlag – seit 11. Dezember 2016 erfolgreich in Betrieb.
• Installierung von permanenten Frontlade-Radarstationen auf der A2 bei Feldkirchen zur strengeren Überwachung der Tempo-100-Beschränkung auch für Nicht-Österreicher.
• Einführung eines permanenten IG-L 100ers zwischen Graz-Ost und Graz-West.
• Ausbau der Abwärmenutzung SAPPI Gratkorn zur Fernwärmeversorgung in Graz und Förderung von Fernwärme-Anschlüssen.
• Erhöhung der Förderungen für Solarwärme, Photovoltaik und Einführung einer Förderung für hocheffiziente Wärmepumpen.
• Förderprogramm für den Ankauf von E-Fahrzeugen.
• Förderprogramm für E-Carsharing-Projekte in Gemeinden.
• Förderung für E-Taxis, Hybrid- und Erdgas Taxis.
• Förderung für den vorzeitigen Ankauf von EURO 6 LKW.
• Beschluss der Landesstrategie und Förderung von Mikro-ÖV Projekten in Gemeinden.
• Weitere Umsetzung der Radstrategie Steiermark.
• Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Erhöhung des Anteils am ÖV, wie die sehr erfolgreiche Aktion „Meine Luft – Reine Luft“, die nun ausgeweitet wird!
Aktion „Meine Luft – Reine Luft“ wird bis Ende Februar ausgeweitet!
Nun heißt es täglich: Stundenkarte = Tageskarte

Unter dem Motto „Meine Luft – Reine Luft“ geht es nach dem erfolgreichen Start dieser Aktion im letzten Winter auch heuer wieder darum, der Bevölkerung den Umstieg vom PKW auf den Öffentlichen Verkehr schmackhaft zu machen „Wir wollen mit dieser Aktion nicht nur PKW-Kilometer einsparen, sondern auch zum Testen des Öffentlichen Verkehrs als Alternative zum Auto anregen und so Neukunden gewinnen“, so Lang. Geplant war es, in den Monaten Dezember, Jänner und Februar an jedem Freitag von 0 – 24 Uhr, die Aktion Stundenkarte = Tageskarte anzubieten. Diese Aktion wird nun aufgrund der Feinstaubbelastung in meinem Auftrag bis Ende Februar täglich gelten! Dafür habe ich bei den verfügbaren Mitteln in meinem Umweltressort eine klare Priorität gesetzt. Die Gesundheit unserer Bevölkerung hat hier absoluten Vorrang“, so Lang.

Wer eine Stundenkarte löst, bekommt nun bis Ende Februar für die Zonen der gelösten Stundenkarte den restlichen Tag „dazu geschenkt“. Das heißt, mit dem Stundentarif kann man die Öffentlichen Verkehrsmittel den ganzen Tag nutzen. „In diesem Zusammenhang möchte ich mich sehr herzlich bei allen Beteiligten der Projektgruppe und hier besonders bei den Linien des Steirischen Verkehrsverbundes bedanken, die diese tolle Aktion unterstützen“, so der Landesrat abschließend.

Zum Thread im Forum…

Baufortschritt City-S-Bahn Weiz

Bei der Weizer City-S-Bahn geht es schön langsam in die Zielgerade:

In der oststeirischen Bezirkshauptstadt Weiz soll im Sommer die City S-Bahn in Betrieb genommen werden.
Dazu wurde auch bereits ein City-Shuttle Steuerwagen beschafft. (8073-119)
Während die Arbeiten an der Kreuzung Kapruner-Generator-Straße / Birkfelder-Straße schon ziemlich weit fortgeschritten sind, ist bei der neuen Endstation beim Schulzentrum doch noch einiges zu tun.

Hier gehts zum Thread im Forum..

30 Jahre fleißig unterwegs – Triebwagen der Baureihe 600

18.11.2016 TW 601 und TW 602 in der Laudongasse

Vor 30 Jahren, am 13. Dezember 1986 wurden die ersten beiden neuen sechsachsigen Einmanngelenktriebwagen der Öffentlichkeit am Grazer Hauptbahnhof vorgestellt. Als Ehrengast fungierte dabei Museumstriebwagen 22.

Für die zahlreichen Interessierten gab es im Anschluss an die Präsentation den ersten Einsatz im Linienverkehr auf der Straßenbahnlinie 6 mit Triebwagen 601.

Blicken wir noch fast drei Monate weiter zurück: In der Nacht vom 17.09 zum 18.09.1986 wurde der TW 601 von der SGP an die GVB geliefert.
Bereits einige Wochen vor der Überstellungins Gleisnetz der GVB fand unter Beisein von Stadtwerke-Generaldirektor Dr. Peter Schachner und Vorstandsdirektor Dr. Kurt Friedrich im SGP Werk Graz die erste Präsentation des neuen Wagens statt.

Am 13.10.1986 folgte TW 602. Die beiden Fahrzeuge wurden einer umfangreichen Erprobungs- und Testphase unterzogen, die auch zahlreiche Probefahrten in den Remisen und dann im Netz beinhaltete. Nach den vorgeschriebenen Bremsprobefahrten und Erlangung der behördlichen Genehmigungen stand der Präsentation nichts mehr im Weg.

Die Lieferung der Fahrzeuge erfolgte übrigens mittels Klettergleis vom SGP Gelände (zwichen Köflacher Gasse und Unterführung – Gleisbogen Richtung Westen) auf das GVB-Netz, von wo die neuen Wagen zuerst in die Remise III und danach in die Steyrergasse gebracht wurden.

Fakten

Aufgrund der Außerdienststellung der alten 1949/52 beschafften zweiachsigen Garnituren (BR 200) mit Holzaufbau, die auch von der Aufsichtsbehörde vehement gefordert wurde, mussten neue Fahrzeuge bestellt werden.

1984 wurden bei der Simmering-Graz-Pauker AG/Werk Graz zwölf sechsachsige Einmanngelenktriebwagen in Auftrag gegeben. Die Auslieferung dieser Fahrzeug erfolgte ab dem Spätsommer 1986. Die Kosten für eine Garnitur betrugen ATS 15 Millionen.
Wie in Graz üblich, wurde hier mit der geringen Fahrzeuggröße einmal mehr gespart: Linz bestellte im selben Jahr 16 fast baugleiche Straßenbahnen allerdings in der zehnachsigen Variante, die bereits 2012 ausgeschieden wurden.

Das äußere Erscheinungsbild der Triebwagenreihe lehnt sich an den deutschen Stadtbahnwagen M an.
Hinter der schräg gestellten Frontscheibe, befand sich der Brosebandkasten, der im Gegensatz zu den TW der Reihe 500 mittels Kurbel vom Fahrer zu verstellen war .

Zur Erleichterung des Einsteigens wurde – wie schon bei der Reihe 500 – eine ausfahrbare Schwenkstufe unter die 4 Doppelfalttüren eingebaut.
Die ursprünglich 27 Durofolsitze wurden im Laufe der Zeit mit Polsterungen versehen und mit 90 Stehplätzen ergab sich eine Gesamtfahrgastkapazität von 117 Personen.

Die Länge des Wagenkastens betrug 19,454 m. Die größte Breite wurde mit 2,27 m angegeben und der Achsstand betrug 1,8 m.
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h.

Der wagenbauliche Teil wurde von der Simmering-Graz-Pauker AG/Werk Graz (in Lizenz nach Konstruktion DÜWAG) ausgeführt. Die elektrische Ausrüstung wurde von Siemens Österreich geliefert. Von den drei Drehgestellen sind das erste und das dritte „Triebdrehgestelle“ und das mittlere ein reines Laufdrehgestell.
Die beiden für 600V Gleichspannung ausgelegten Fahrmotoren (WD785) verfügen über eine Leistung von je 150 kW. Die Spannung der Fahrmotoren wird durch eine Thyristor-Gleichstromsteller-Steuerung stufenlos und verlustarm geregelt. Die Stromabnahme erfolgt über einen Halbscherenstromabnehmer der Bauart Siemens 8WL0264-0YG10. Als damalige Neuerung wurden erstmals bei Grazer Straßenbahnen GTO-Thyristoren verwendet, die erst ab Mitte der 80er Jahre für den Einsatz im Ankerkreis von Bahnmotoren eingesetzt wurden.

Wie bei der Grazer Straßenbahn üblich wurden auch diese Fahrzeuge mit Pedalsteuerung (Fahr-, Brems- und Totmannpedal) geliefert.
Für ein völlig neues Fahrgefühl (behutsames Anfahren, zügiges Beschleunigen und sanftes Bremsen) sorgt das Mikroprozessor-Wagensteuergerät der Siemens AG Österreich.
Der Vorteil des MC-Wagensteuergeräts liegt im Fehlererfassungssystem, wobei der Rechner die definierten Größen überwacht. Ein zusätzlicher Datenspeicher erlaubt jeweils die fortlaufende Erfassung und fahrtechnische Auswertung der letzten gefahren 4000m. Folgende physikalische Werte werden erfaßt: Geschwindigkeit, Motorstrom A- und B-Wagen, Fahrtrichtungsanzeigen, Brems-, Totmann- und Notbremsbefehl, Sandung, Fahrbefehl und Ansteuerung der Haltebremse. Diese Daten können durch Betätigen eines Tasters (Datenspeichersperre) in der Elektronik gespeichert und später in der Werkstätte abgefragt werden.

Drei voneinander unabhängige Bremssysteme gewährleisten die optimale Bremswirkung: Primär zum Bremsen dient die generatorische (E-) Bremse, wobei während des Bremsvorganges aufgrund der technischen Ausrüstung rund 20-25% Bremsenergie ins Netz zurückgespeist werden kann. Die nicht vom Netz aufgenommene Bremsenergie wird in Wärme umgewandelt. Die weiteren Bremssysteme sind die Magnetschienen- (4t) und die Federspeicherbremse.

Auch dem Schallschutz wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Um die Lärmbelästigung innen und außen so gering wie möglich zu halten, wurden Fußboden, Fahrgestelle und Verkleidungen mit schallschluckenden Materialien ausgelegt.

Die TW der Reihe 600 wurden anfänglich auf der SL 6 und in weiterer Folge auf allen Linien eingesetzt. Die SL 3 wurde Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre meist typenrein mit dieser Fahrzeugtype betrieben, da von der SL 3 abends drei TW auf die SL 14 übergingen und dies mit Fahrzeugen ohne Blechtafel natürlich wesentlich einfacher war.

Anfangs waren die Fahrzeuge nicht sonderlich beliebt, da die Ausdünstungen des verwendeten Plastikbodens sehr stark nach Erbrochenem rochen, was sich mit der Zeit natürlich gelegt hat.

Niederflurmittelteile

Im Jahr 1998 bestellten die GVB bei Bombardier Transportation/BWS in Wien zwölf Niederflurmittelteile für die TW dieser Baureihe, welche ab Februar 1999 in die Fahrzeuge eingebaut wurden.

Ab 1993 mussten etliche, der aus Wuppertal gebraucht gekauften Fahrzeuge (Reihe 550) aufgrund von Altersschwäche abgestellt bzw. ausgemustert werden. Da sich eine Sanierung dieser Fahrzeuge nicht mehr auszahlte, verfolgten die GVB das Projekt „Einbau von Niederflurmittelteilen in die TW der Baureihe 600“:
Nach der Einholung einiger Angebote wurde aber wegen der hohen Beschaffungskosten dieser Mittelteile das Projekt vorerst nicht weiter verfolgt. Ein Mitgrund war, dass die Finanzierung für dieses Vorhaben nicht sichergestellt werden konnte.

Nach dem EU-Beitritt Österreichs und den ständig steigenden Fahrgastzahlen bei den GVB, konnten 1996/97 die GVB EU-weit Niederflurmittelteile ausschreiben.
Bestbieter für den wagenbaulichen Teil war Bombardier Transportation (BWS) in Wien. Den elektrischen Teil für die Niederflurmittelteile lieferte Siemens-Österreich. Die Kosten für die zwölf 7,8 m langen Niederflurmittelteile beliefen sich auf 57 Millionen Schilling und wurden nur zu einem geringen Teil aus Landesförderungsmitteln (Mineralölsteuer) finanziert.

Die Bestellung erfolgte im Jahr 1997.
Anfang Jänner 1999 war bei Bombardier Transportation (BWS) in Wien der erste Mittelteil komplett fertiggestellt, zwei weitere waren lackiert bzw. befanden sich im Rohbau.
TW 601 wurde am 13.01.1999 mittels Tieflader nach Wien in das Bombardier Werk transportiert, wo dann der Einbau des NF- Mittelteiles erfolgte.

Das Niederflurmittelteil hat drei Stufen zu je 21 cm zum bisherigen Wagenteil der Sechsachser und eine Einstieghöhe von 32 cm über der Schienenoberkante. Eine 1,3 m breite Doppelaußenschwenkschiebetüre ermöglicht das barierrefreie Einsteigen.
Im NF-Teil gab es ursprünglich 10 Sitzplätze und je einen Platz für einen Rollstuhl und einen Kinderwagen. Zwei Sitzplätze fielen letztlich dem Fahrscheinautomaten zum Opfer

Beim Rollstuhlplatz wurde eine Sprechanlage zum Fahrer, ein Notbremsgriff mit Notsignaltaste sowie ein blauer Aussteigewunschtaster installiert. Damit es mobilitätseingeschränkten Fahrgästen in Hinkunft möglich ist, die öffentlichen Verkehrsmittel in vermehrten Umfang zu benützen, wurde eine händisch ausklappbare Rampe im Niederflurmittelteil eingebaut. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bzw. Rollstuhlfahrer befinden sich an der Außenseite der 1,3m breiten Doppelaußenschwenktüre zwei speziell gekennzeichnete tiefergesetzte blaue Taster (zwei rote Taster sind in normaler Höhe an der Außenseite und an der Innenseite der Doppelschwenktüre angebracht und entsprechen den bisher gebräuchlichen Haltewunschtastern). Nachdem einer der blauen Taster gedrückt wurde, ertönt bei geöffneter Tür ein akustisches Signal und zusätzlich leuchten zwei orange Warnleuchten auf. Der Fahrer klappt die Rampe aus, und nachdem der Rollstuhlfahrer sich im Wageninneren befindet, diese wieder ein.

Durch den Einbau von 3 zusätzlichen Sitzplätzen im Hochflurteil und 10 Sitzplätzen im Mittelteil weist der verlängerte EGTW 40 Sitzplätze (bei einer Fahrgastkapazität von 167 Personen = +41%) auf.
Um das größtmöglichste Sitzplatzangebot zu erzielen, wurde von BWS eine spezielle Konstruktion entwickelt, um dieses Fahrzeug an die vorgegebenen Rahmenbedingungen (Hüllkurve) anzupassen.

Die Wagengesamtlänge erhöhte sich durch das Niederflurmittelteil (7,8 m) auf 27 m und das Wagengewicht auf 33,7 t. Die bisherigen Betriebsnummern 601 – 612 wurden auch nach dem Einbau der NF-Mittelteile beibehalten.
13 Drehgestelle (12+1 Reserve) wurden von ausgeschiedenen Wuppertaler Triebwagen bei BWS in Wien für den Einbau adaptiert.
Am 9.3.1999 wurde der verlängerte TW 601 wieder nach Graz gebracht.
Einige Stunden nach dem Abladen in Graz konnte der EGTW schon auf den GVB-Gleisen in Betrieb genommen werden. Die Bremsprobefahrt erfolgte am 12.3.1999 und die Verkehrsfreigabe erhielten die GVB per 1.4.1999.

Die erste Grazer (Teil-)Niederflurstraßenbahn wurde schließlich am 6.4.1999 am Jakominiplatz der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Fahrzeug wurde versuchsweise mit einer LCD-Anzeige der Fa. ASCOM ausgestattet, die sich aber nicht bewährte.
Die übrigen 11 NF-Mittelteile wurden im 14-tägigen Turnus per Tieflader nach Graz gebracht und in der GVB-Werkstätte durch die Lieferfirmen Bombardier und Siemens in die TW 602 – 612 eingebaut.

2000 bis 2001 wurden die Fahrzeuge, wie auch die TW der Baureihe 500 mit modernen Matrixanzeigen anstatt der Brosebandanzeigen ausgestattet, wobei zusätzlich auf der Türseite zwei Anzeigen für Linie und Ziel sowie auf der türlosen Seite zwei Anzeigen für die Liniennummer installiert wurden.

2010 wurde in den Niederflurmittelteil der Fahrscheinautomat eingebaut.

Die zwölf Fahrzeuge sind sowohl bei den Fahrgästen als auch beim Fahrpersonal sehr beliebt, einerseits aufgrund der guten Fahr- und Bremseigenschaften, andererseits aufgrund der Niederflurigkeit. Wegen der bewährten Drehgestelltechnologie sind diese Fahrzeuge im Gegensatz zu den 100% Niederflur – Multigelenkwagen der Baureihen Cityrunner und Variobahn natürlich wesentlich schonender für Mensch und Schiene. Aus diesem Grund werden diese Fahrzeuge sicher noch lange das Grazer Stadtbild prägen.
Vielleicht können sich die Graz Linien ja künftig für eine bauliche Abtrennung des Fahrerplatzes begeistern, wie es einige Betriebe in Osteuropa mit ihren Altbaufahrzeugen praktizieren. Durch eine solche Abtrennung samt Klimatisierung sowie Einbau von Kameras wären die Fahrzeuge für das nächste Viertel-Jahrhundert gerüstet.

Hier die Bilder in der Fotogalerie zum Durchklicken:

Frohe Weihnachten 2016

Wir wünschen allen Mitgliedern und Gästen ein frohes Weinachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Liebe User!
Liebe Gäste!

Ein sehr abwechslungsreiches Jahr ist fast vorüber und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür.
Wir haben unser zehnjähriges Bestehen gefeiert und freuen uns auf die nächsten zehn Jahre.
Hiermit möchten wir uns bei allen Usern, Lesern und Gästen für die Treue bedanken!

Ein besonderer Dank gilt allen Wageneinsatzmeldern und auch all jenen, die durch ihre unermüdliche Schreib- bzw. Fotografierlaune immer wieder aktuelle Fotos und Berichte gepostet haben.
Ohne jeden einzelnen wäre das nicht möglich. – DANKE!

Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

Euer

Styria-Mobile Team