Autor: Styria mobile

Zweigleisiger Ausbau der Linie 5

Wir berichten in diesem Beitrag über den Fortschritt der Bauarbeiten.
Die neuesten Updates findet Ihr – wie in einem Liveticker – oberhalb der alten.


Die Straßenbahn wird künftig auf einem modernen Rasengleis unterwegs sein und durch den Ausbau ist endlich eine Taktverdichtung der Straßenbahnlinie 5 möglich, was vor allem in der Hauptverkehrszeit sehr wichtig sein wird. Aber auch zwei große Bauprojekte im Bezirk Puntigam werden für einen großen Anstieg bei den Fahrgastzahlen sorgen.


12.11.2022:

Die westliche Richtungsfahrbahn ist fast komplett abgetragen, es gibt lediglich noch die Zufahrten von der Hans-Großgasse und der Wagner-Jaureggstraße.
Die Autobuslinien 52 und 67 biegen bereits bei der Josef-Hyrtlgasse zum Zentralfriedhof ein.


04.11.2022:
Auch der statdtauswärtige Verkehr wird nun über die östliche Richtungsfahrbahn abgewickelt. Im Frühverkehr kommt es zwar zu kurzen Staus, das Stauende ist heute oft auf Höhe der Überleitstelle.


03.11.2022:
In Richtung stadteinwärts wurde der Verkehr auf die östliche Fahrspur beschränkt, während der stadtauswärtige Verkehr noch zweispurig über die westliche Richtungsfahrbahn läuft.
Die Fahrspuren wurden bereits ab der Kreuzung mit dem Schwarzen Weg zusammengelegt, von wo es bis zum Zenttralfriedhof eine durchgehende Kolonne gab.


28.10.2022:
Die Überleitstelle ist fertig:


24.10.2022:
Auf Höhe Brauquartier am südlichen Ende der Bauarbeiten wird eine Überleitstelle für den fließenden Verkehr errichtet. – Dazu wurde zuerst die Wiese abgetragen, das Erdmaterial ausgehoben und die Randsteine der Mittelinsel entfernt. Weiters wurde die Baugrube mit Sand gefüllt und planiert, worauf dann die Asphaltschicht aufgetragen wird.


23.10.2022:
Der zweigleisige Ausbau der Straßenbahnlinie 5 zwischen Zentralfriedhof und Puntigam hat begonnen. Die Baustelle wird eingerichtet.


21.10.2022
Wir haben vorvorher-Fotos vor und vom letzten großen Umbau der Triesterstraße in diesem Abschnitt aus unserem Archiv herausgesucht und echte vorher-Fotos, die am 7.10.2022 aufgenommen wurden. – Viel Spaß beim Durchklicken.



Weitere Baustellenbilder werden dieser Galerie noch bis zum Ende der Bauarbeiten hinzugefügt.

Komplette Galerie

Koralmbahn – Abschnitt südlich von Graz

Bei der Koralmbahn ist im Abschnitt Feldkirchen – Werndorf einiges weitergegangen. Kein Stein blieb dort auf dem anderen. Dabei sind auch einige Bilder von der L 373, die vierspurig ausgebaut wurde und später auch das neue Amazon Lager anschließen wird. – Leider schreitet gerade im Süden von Graz die Versiegelung zügig voran.
Wir haben über 40 Bilder vom 30.10.2022 mitgebracht.

Aufsteirern 2022

Am heutigen Sonntag fand nach zweijähriger Pause wieder das „Aufsteirern“ statt. Wie gewohnt war die Innenstadt gesperrt und der Straßenbahnverkehr im Osten wurde mit einem neuen Linienkonzept geführt. Es verkehrten die Linien
1/5 Mariatrost – Puntigam (intern Nr. 15)
3/5 Krenngasse – Puntigam (13)
6/4 St. Peter – Liebenau und (17)
4/7 LKH Med Uni – Liebenau (18)
Das Linienkonzept funktionierte grundsätzlich einwandfrei, bis auf die Tatsache, dass alle Linien 3 Minuten Stehzeit am Jakominiplatz hatten, wodurch es immer wieder zu Staus kam. Die Beschilderung der Fahrzeuge war durchwegs in Ordnung, wenn man vom Fragezeichen bei Liebenau absieht, denn die Variobahnen wussten offenbar mit dem S-Bahn Symbol nichts anzufangen. Einige Anzeigen beharrten auch stur auf der internen Liniennummer, was für etwas Verwirrung sorgte. Die Linie 1/5 sollte laut GrazMobil und Busbahnbim ausgehend von Puntigam bis zum Finanzamt fälschlicherweise nach Wetzelsdorf fahren. – Dies zeigten auch die beiden auf dieser Linie eingesetzten Altwagen nach dem Fahrzielwechsel in Puntigam an, ehe es manuell korrigiert werden musste. Alles in allem verlief der Nachmittag ohne größere Probleme, obwohl zwischendurch auch noch Einschubstraßenbahnen zwischen Stadion und Jakominiplatz geführt wurden. Zwei Wagen vor Anpfiff und sechs nach Spielende, wovon wiederum 4 am Steirerhof und zwei am Radetzkyspitz wendeten. Die halbierten Intervalle nach Liebenau und Puntigam waren sehr wichtig, denn trotz des kurzen Intervalls waren alle Züge sehr gut gefüllt.
Anbei ein Pottpourri mit nicht alltäglichen Bildern. 😉

50 Jahre Tramway Museum Graz

Im Jahr 1971 wurde der Verein „Tramway Museum Graz“ von Baurat hc. DI Erwin Franz gegründet.

Pandemiebedingt konnte das Jubiläumsfest im vergangenen Jahr nicht abgehalten werden und wurde auf diesen Herbst verschoben, wo es am vergangenen Samstag nun endlich stattfinden konnte.
Der renovierte und zum Großteil mit neuen (gebrauchten) Gleisanlagen versehene Vorplatz wurde gerade rechtzeitig fertig und so ergab sich eine bunte Mischung aus Ehrengästen, Straßenbahnfans und Interessierten, die den 50er mitfeierten. – Die meisten reisten mit den Oldtimerfahrzeugen, die im 20 Minuten Takt zwischen Jakominiplatz und Mariatrost unterwegs waren an, wodurch die Nostalgie schon bei der Anreise spürbar war.

Das ursprüngliche Ziel des Vereins war die Erhaltung von Straßenbahnfahrzeugen, die in Graz im Einsatz waren oder in der Grazer Waggonfabrik Johann Weitzer gebaut wurden. – So fanden sich in den ersten 25 Jahren sehr viele Exponate in der damals recht internationalen Sammlung, die sehr exotisch für Graz waren und teilweise auch andere Spurweiten aufwiesen.
Ende der 1990er Jahre spitze sich das Platzproblem auch durch die Übernahme des ersten Gelenktriebwagens aus Wuppertal ziemlich zu. – In Folge entschied man sich, Fahrzeuge aus anderen Städten abzugeben, um dem gesteigerten Platzbedarf für jene Fahrzeuge, die in Graz im Linienverkehr unterwegs waren, der auch durch die Übernahme von weiteren Fahrzeugen (206, 222*, 251, 252*, 308B*, 319B, 350B, 267, 293 und 530) immer ein großes Problem darstellte, Rechnung zu tragen.
So gelangten einige Fahrzeuge wieder in ihre jeweilige Heimat und konnten einer weiteren Erhaltung zugeführt werden und für die vom Grazer Straßenbahnbetrieb ausgemusterten bzw. zurückgeholten Grazer Fahrzeuge stand genügend Platz zur Verfügung.

Der jetzige Standort des TMG in Mariatrost wurde Anfang der 1990er Jahre bezogen, während zuvor nur die ehemalige Remise II für einen kleinen Teil der Sammlung zur Verfügung stand und viele Wagen immer wieder für lange Zeit im Freien abgestellt werden mussten. Derzeit ist die Situation durch den Zubau der Flugdächer zur linken und rechten der Remisenhalle in Mariatrost und auch durch die Mitnutzung der ehemaligen Werkstättenhalle in der Remise I (Steyrergasse) Gott sei Dank relativ entspannt, wobei letztere bei einem Verkauf des Grundstücks durch die Holding Graz nicht dauerhaft zur Verfügung stehen wird.
Leider steht diese wunderschöne Halle, die durch Steyrergasse, Anzengrubergasse und Brockmanngasse begrenzt ist, nicht unter Denkmalschutz, wodurch sie möglicherweise mittelfristig der Abrißbirne zum Opfer fallen könnte. – Dies wäre eine Katastrophe für den Verein, der zum größten Teil von ehrenamtlichen Mitgliedern getragen wird. Hier wäre vor allem die Stadt Graz gefordert, die Erhaltung dieses einzigartigen Bauwerks zu erwirken und möglicherweise ein Fahrzeugmuseum mit Möglichkeiten für kleine Events samt gastronomischen Köstlichkeiten zu installieren. – Für das Tramwaymuseum, wie auch für das Johann-Puch-Museum wäre so eine Maßnahme sehr wichtig, vor allem wenn man bedenkt, dass es in manchen Städten wie z.B. Linz (abgesehen von der Pöstlingbergbahn) gar keine museale Erhaltung von Straßenbahnfahrzeugen gibt und die Exponate in Graz mit Baujahren von 1899 – 1968 zum Großteil fahrfähig erhalten sind.

Die ersten 50 Jahre vom Tramway Museum Graz waren jedenfalls eine Bereicherung für die Stadt und den Tourismus. Eine Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern sowie Unterstützung aus Verwaltung und Politik haben dies möglich gemacht und so bleibt zu hoffen, dass dies auch die nächsten 50 Jahre so sein wird!

Schließlich bleibt zu erwähnen, dass auch für styria-mobile nur ehrenamtliche Fotografen im Einsatz sind, um die Straßenbahn bzw. den Öffentlichen Verkehr ins „rechte Licht“ zu rücken und auch hier gilt es, den eifrigen Helfern – natürlich auch jenen beim TMG – einmal mehr DANKE zu sagen. 😉

Viel Spaß beim Durchklicken der Fotos, deren Fokus natürlich auf den Fahrzeugen liegt. Wer mehr vom rundherum am Fest sehen möchte, findet in Bälde auf unserer Facebookseite noch mehr Bilder.


Bergung des VT 31 aus der Mur

Am Freitag, dem 6. August 2021 wurde der VT 31 der Murtalbahn, der vier Wochen zuvor aufgrund eines nach einem nächtlichen Unwetter am Gleis liegenden Baumes in die Mur stürzte mit einem riesigen Raupenkran aus dem Fluß geborgen. Das Fahrzeug wurde Vor-Ort in Ramingstein nahe der Landesgrenze bei Predlitz nach der Bergung wieder aufgestellt und auf einen Tieflader verladen, der den Wagen dann „nach Hause“ zum Bahnhof Murau brachte. Wir haben über 70 Fotos von Bergung und Transport gemacht.